Arzt und Patientin im Gespräch

Wir sind aktuell etwa 40 Personen, die von einem Schlaganfall oder einer Hirnblutung betroffen sind, zusammen mit einigen Angehörigen. Unsere Selbsthilfegruppe wurde im Oktober 2017 mit Unterstützung der Selbsthilfekontaktstelle im Kreis Bergstraße und der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe gegründet. Bei einem einschneidenden Ereignis wie einem Schlaganfall ändert sich das Leben von einer auf die andere Minute. In dieser Situation bleibt nicht viel Zeit nach Informationen zu suchen. Doch nur wer gut informiert ist kann die verantwortungsvollen und schwierigen Aufgaben, die diese Krankheit mit sich bringt, gut meistern.

 
Unsere Selbsthilfegruppe sieht es als ihre wichtigste Aufgabe an, allen
Beteiligten Hilfestellungen und Lebensmut zu geben. Nicht als
Außenstehende, sondern als Betroffene.
Wir, die Schlaganfallpatienten und ihre Angehörigen wissen aus eigener Erfahrung
welche Hilfen notwendig  sind, wo Unterstützung angefordert
werden kann und welche Mittel zur Verfügung stehen und wie sie beantragt
werden. Kurzum: Wir wollen und können helfen.
 
Da die Mehrzahl der Gründungsmitglieder in den Städten Bürstadt und
Lampertheim wohnte, stand der Wunsch nach einem wohnortnahen
Treffpunkt im Vordergrund. Dieser fand ich im Alten-Pflegeheim St. Elisabeth
Bürstadt, wo wir einen hellen und – ganz wichtig – barrierefreien Raum für
unsere monatlichen Gruppentreffen nutzen dürfen. Selbst mit einem schweren
Elektromobil ist unser Treffpunkt problemlos erreichbar.  Und auch eine
Behindertentoilette befindet sich in unmittelbarer Nähe.
An jedem dritten Donnerstag im Monat treffen wir uns ab 17 Uhr zum
Erfahrungsaustausch - Wir freuen uns auf Sie.
 
Sollten Sie vor den Treffen noch Fragen haben, rufen Sie gerne an.

 

Die Idee der Selbsthilfe

Idee der Selbsthilfe ist es, dass sich Betroffene gegenseitig
unterstützen. Im Gespräch können gemeinsam Lösungsansätze zur
Bewältigung von Krankheit und Krisen entwickelt werden und der
Austausch von Erfahrungen ermöglicht einen Wissenszuwachs über
die eigene Krankheitssituation. Die regelmäßigen Treffen in der
Gruppe sorgen dafür, dass eine häufig bestehende,
krankheitsbedingte soziale Isolation der Betroffenen durchbrochen
und somit Lebensfreude und Motivation wieder hergestellt werden.
Insbesondere nach einem Schlaganfall ist die Selbsthilfe ein
wichtiger Baustein der Nachsorge. Er kann sowohl zu körperlichen
Einschränkungen als auch zu seelisch-geistigen führen. Betroffene
und Angehörige sehen sich nach dem Ereignis mit einer völlig neuen
Lebenssituation konfrontiert, deren Bewältigung sie nicht selten vor
scheinbar unlösbare Herausforderungen stellt.

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